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Perfektes PMU Mapping – So entstehen symmetrische Augenbrauen
Perfekte Augenbrauen beginnen immer mit einem sauberen Mapping. Viele Permanent Make-up Artists konzentrieren sich vor allem auf die Technik der Pigmentierung – dabei entscheidet das Mapping bereits darüber, ob das Ergebnis später harmonisch und symmetrisch wirkt.
Da kein Gesicht vollkommen symmetrisch ist, besteht die Aufgabe einer PMU Artist darin, die Augenbrauen so zu gestalten, dass sie im Gesicht natürlich und ausgeglichen wirken.
In diesem Artikel zeige ich dir wichtige Punkte, die beim PMU Mapping für symmetrische Augenbrauen entscheidend sind.
Das Gesicht aus der Distanz betrachten
Ein häufiger Fehler beim Mapping ist, dass Artists zu nah am Gesicht arbeiten.
Es ist wichtig, immer wieder einen Schritt zurückzugehen und das gesamte Gesicht zu betrachten. Aus einer gewissen Distanz erkennt man besser:
- Unterschiede in der Augenhöhe
- kleine Asymmetrien im Gesicht
- Unterschiede in der Augenbrauenhöhe
Das Gesicht wirkt aus der Distanz oft anders als aus der Nähe.
Die Mimik der Kundin beobachten
Auch die Mimik spielt beim Mapping eine wichtige Rolle.
Viele Menschen bewegen ihre Augenbrauen beim Sprechen oder bei bestimmten Gesichtsausdrücken. Deshalb kann es hilfreich sein, die Kundin kurz sprechen zu lassen, während du dir die Brauen anschaust.
So erkennst du zum Beispiel:
- ob eine Augenbraue stärker arbeitet als die andere
- ob sich die Höhe der Brauen beim Sprechen verändert
Diese Beobachtungen helfen dir, die Form später harmonischer anzupassen.
Die Kundin auch im Sitzen betrachten
Viele Artists führen das Mapping im Liegen durch. Das ist grundsätzlich in Ordnung, jedoch verändert sich die Mimik des Gesichts leicht, wenn die Kundin sitzt.
Deshalb ist es sinnvoll, die Kundin zwischendurch aufrecht sitzen zu lassen und die Brauen erneut zu kontrollieren.
So erkennst du Unterschiede, die im Liegen nicht sichtbar sind.
Orientierung am natürlichen Härchenwachstum
Besonders im vorderen Bereich der Augenbraue ist das natürliche Härchenwachstum sehr wichtig.
Viele Artists lassen sich von einzelnen tiefer wachsenden Härchen irritieren.
Grundsätzlich gilt jedoch:
Man pigmentiert nicht unter die natürlichen Härchen.
Die Pigmentierung beginnt dort, wo das natürliche Wachstum der Augenbraue endet. Nach oben kann die Form leicht erweitert werden – nach unten sollte man in der Regel nicht gehen.
Asymmetrische Augenbrauen ausgleichen
Viele Kundinnen haben von Natur aus unterschiedlich hohe Augenbrauen.
Wenn auf einer Seite die Härchen etwas tiefer wachsen, orientiert man sich meist an der höheren Braue.
Die andere Seite wird dann angepasst, damit beide Augenbrauen im Gesicht möglichst harmonisch wirken.
Das Ziel ist nicht perfekte mathematische Symmetrie, sondern eine natürliche Balance im Gesicht.
Länge und Breite der Augenbraue richtig bestimmen
Beim Mapping spielen auch Länge und Breite der Augenbraue eine wichtige Rolle.
Diese beiden Faktoren beeinflussen stark, wie harmonisch die Augenbrauen später im Gesicht wirken.
Die Länge der Augenbraue
Die Augenbraue wird klassisch in drei Bereiche unterteilt:
- Anfang der Braue
- Body (Hauptteil)
- Schwänzchen
Der größte Teil der Augenbraue besteht aus dem Body, während das Schwänzchen den letzten Abschnitt bildet.
Eine grobe Orientierung ist:
Der Body der Augenbraue liegt ungefähr bei
3,5 bis 4 Millimetern
Das Schwänzchen ist meist schmaler und liegt ungefähr bei
1,8 bis 2,3 Millimetern
Natürlich können diese Werte je nach Gesichtszügen variieren.
Der Goldene Schnitt als Orientierung
Eine weitere Möglichkeit, die Länge der Augenbraue zu bestimmen, ist die Orientierung am Goldenen Schnitt.
Dabei misst man zunächst die gesamte Länge der geplanten Augenbraue – vom Anfang bis zum Ende.
Anschließend kann man diese Länge mit 0,62 multiplizieren, um den idealen Punkt zu bestimmen, an dem der Body endet und das Schwänzchen beginnt.
Diese Methode hilft dabei, eine besonders harmonische Proportion zu erreichen.
Die Breite der Augenbraue
Neben der Länge spielt auch die Breite der Augenbraue eine wichtige Rolle.
In vielen Fällen liegt die Breite der Braue ungefähr bei:
0,7 bis 0,8 cm
In manchen Fällen kann sie auch bis zu 1 cm betragen – abhängig von:
- Gesichtsform
- natürlichem Haarwachstum
- gewünschtem Ergebnis
Wichtig ist, dass die Breite immer zur Gesichtsstruktur der Kundin passt und natürlich wirkt.
Die Position des Schwänzchens
Ein sehr wichtiger Punkt beim Mapping ist die Position des Schwänzchens.
Das Schwänzchen sollte nicht tiefer liegen als der Anfangspunkt der Braue (Punkt A).
Wenn das Schwänzchen zu tief liegt, wirkt das Gesicht schnell traurig oder müde.
Eine leicht angehobene Linie sorgt dagegen für ein frischeres und harmonischeres Gesamtbild.
Die Richtung des vorderen Brauenbereichs
Auch der vordere Teil der Augenbraue beeinflusst den Gesichtsausdruck stark.
Der obere Anfangspunkt sollte nicht zu stark nach innen zeigen.
Eine leicht diagonale Ausrichtung wirkt natürlicher und verhindert, dass das Gesicht streng oder böse wirkt.
Typische Schwierigkeit: die untere Linie der Augenbraue
Viele PMU Artists haben besonders Schwierigkeiten mit der unteren Linie der Augenbraue.
Dabei kann man sich mit einer einfachen Methode helfen.
Wenn die wichtigsten Mapping-Punkte gesetzt sind, kann man die untere Linie sehr logisch verbinden – fast wie eine kleine mathematische Orientierung.
Die Linie sollte gleichmäßig verlaufen und sich harmonisch in den Body und das Schwänzchen der Augenbraue einfügen.
Mit etwas Übung wird diese Linie sehr schnell intuitiv.
Gerade bei diesem Thema gibt es viele hilfreiche Tipps und Tricks, die das Mapping deutlich einfacher machen können.
Eine Seite fertig zeichnen und übertragen
Viele Artists arbeiten so, dass sie zunächst eine Augenbraue vollständig zeichnen.
Anschließend werden die wichtigsten Punkte auf die andere Seite übertragen.
Diese Methode hilft dabei, die Form besser zu kontrollieren und Symmetrie leichter zu erreichen.
Fazit
Perfektes PMU Mapping erfordert nicht nur Messmethoden, sondern auch ein gutes Auge für das Gesicht.
Wichtige Faktoren sind:
- Abstand zum Gesicht
- Beobachtung der Mimik
- Kontrolle im Sitzen
- Orientierung am Härchenwachstum
- harmonische Proportionen
Je besser das Mapping vorbereitet ist, desto einfacher wird später die Pigmentierung.
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